Öffentliche Angaben zeigen, wie sich Entwicklungsausgaben von den Preisen baureifer Batterieprojekte in Deutschland und Italien unterscheiden. Es sind unterschiedliche Grössen, keine unmittelbar vergleichbaren Bewertungen. Was die Daten einem Projektteam über den Weg zur Baureife sagen können — und was nicht —, ist auch für die Schweiz relevant.
Publizierte Referenzen für Greenfield- und Frühphasenentwicklung umfassen Projektakquise, Flächensicherung, Netzanschlussarbeiten, Bewilligung und Engineering. Sie reichen von unter 10'000 €/MW in der Offenlegung eines börsennotierten Entwicklers bis zu 40'000–60'000 €/MW in einem deutschen Beratungsbenchmark. Publizierte RTB-Transaktionen bewerten Projektrechte in einer späteren Phase, betreffen aber unterschiedliche Projekte, Währungen, Speicherdauern und Kostenabgrenzungen.[6, 11]
Gesicherte Flächen, Bewilligungen und eine tragfähige Netzposition ergeben ein vollständigeres Entwicklungspaket. Die Transaktionsdaten zeigen, dass solche Rechte einen Preis haben können; sie belegen nicht die Nettomarge zwischen Verkaufspreis und gesamten Entwicklungskosten. Dafür sind auch ausgeschiedene Standorte, Zeitbedarf, Transaktionsumfang und verbleibende Verpflichtungen einzubeziehen.
RTB-Preise spiegeln Projektreife, Rechte und Risikoverteilung. Die publizierte Stichprobe belegt weder einen generellen Aufschlag auf die gesamten Entwicklungskosten noch einen stabilen Multiplikator.
Die Anschlusswarteschlange in Deutschland zeigt den Wettbewerb um Netzzugang. Die Bundesnetzagentur meldete für 2024 rund 400 GW geplante Leistung in Speicheranschlussanfragen. Separat dazu genehmigten Netzbetreiber rund 3'800 Anschlussgesuche aus 2024 und Vorjahren mit einer Gesamtleistung von etwa 25 GW. Diese Zahlen beziehen sich auf unterschiedliche Antragsgruppen; sie zeigen nicht, wie sich ein gesicherter Anschluss auf den Transaktionspreis eines Projekts auswirkt.[1]
| Profil | Indikative Spanne | Basis |
|---|---|---|
| Greenfield-Entwicklung | 40'000–60'000 €/MW | Von einem Beratungsunternehmen publizierter DevEx-Richtwert für ein beispielhaftes deutsches System mit 60 MW / 120 MWh |
| RTB-Projektrechte | 50'000–170'000 US$/MW | Von Enerdatics berichtete Entwickler-Prämien in der Währung der Quelle |
| Bekannte RTB-Transaktion | ca. 115'600 €/MW | Döllnitz RTB-SPV (63 MW / 252 MWh), bekannt gewordener Kaufpreis ÷ Leistung |
Die Referenzen kombinieren Unternehmensangaben, Beratungsschätzungen und Marktberichte. Die Quellenwährungen bleiben erhalten; es handelt sich nicht um unmittelbar vergleichbare Projektbewertungen.[2, 3, 4, 5, 11]
Italienische RTB-Preise werden quartalsweise über nTeaser-Transaktionsdaten erfasst und haben sich zuletzt deutlich bewegt: Die berichteten Mediane sind von Q4 2025 zu Q1 2026 vor dem Hintergrund regulatorischer Unsicherheit gesunken. Die zugrunde liegenden Greenfield-Entwicklungskosten, von mindestens einem börsennotierten Entwickler offengelegt, liegen weiterhin deutlich unter dem unteren Ende dieser Spanne.[6, 7, 8, 9, 10]
| Profil | Indikative Spanne | Basis |
|---|---|---|
| Greenfield-DEVEX | Unter 10'000 €/MW | Öffentlich offengelegte Entwicklerkosten-Referenz |
| RTB, Q1 2026 | 15'000–48'000 €/MW, Median 37'500 €/MW | nTeaser-Quartalsdaten |
| RTB, Q4 2025 | 19'500–55'000 €/MW, Median 44'000 €/MW | nTeaser-Quartalsdaten |
Die publizierten Preise spiegeln die geleistete Entwicklungsarbeit und die übertragenen Rechte wider. Sie belegen jedoch nicht, dass jedes Greenfield-Projekt günstiger zu entwickeln ist als der Erwerb eines gleichwertigen RTB-Projekts. Flächenvereinbarungen können scheitern, Anschlussgesuche abgelehnt oder verzögert werden und Bewilligungen stocken. Bei jedem Standort sollte klar zwischen abgeschlossenen Arbeiten und noch offenen Prüfungen, Entscheiden und Bewilligungen unterschieden werden.
Eine stufenweise Prüfung macht offene Punkte sichtbar, bevor der nächste Entwicklungsschritt erfolgt. Sie kann ungeklärte Fragen zu Land, Netzanschluss oder Raumplanung früh aufzeigen, dokumentieren, weshalb ein Standort weiterverfolgt oder zurückgestellt wird, und festhalten, welche Nachweise noch fehlen. Das ist ein Instrument zur Steuerung der Entwicklungsarbeit — keine Prognose dazu, welcher Anteil der Standorte die Baureife erreicht.
Einige Einschränkungen betreffen einzelne Standorte, etwa Landrechte oder lokale planungsrechtliche Anforderungen. Andere — darunter die Kapazität des Netzanschlusses und regulatorische Änderungen — können zahlreiche Projekte in derselben Jurisdiktion betreffen. Bei der Projektprüfung sollten standortspezifische Nachweise von marktweiten Annahmen getrennt und beides bei den zuständigen Grundeigentümern, Netzbetreibern und Behörden überprüft werden.
Publizierte Transaktionsangaben sind ein Kontext, kein allgemeingültiger Richtwert. Ihr praktischer Nutzen hängt von den Entscheidungen und Nachweisen ab, die für die jeweilige Partei relevant sind.
In jeder Phase sollten die abgeschlossenen Arbeiten, die vorliegenden Nachweise und die offenen Fragen zu Land, Netzanschluss und Bewilligungen festgehalten werden. So wird klarer, welcher Entwicklungsschritt als Nächstes ansteht und welche Informationen dafür benötigt werden.
Ein glaubwürdiger Weg zur Baureife setzt standortspezifische Nachweise zu Land, Netzanschluss und Bewilligungen voraus. Praktisch geht es darum, welche Rechte, Pflichten und Meilensteine in einem Pacht- oder Entwicklungsvertrag geregelt werden sollten.
Bei der Prüfung eines RTB- oder Near-RTB-Projekts ist zwischen abgeschlossenen Arbeiten und noch offenen Bewilligungen, Rückmeldungen des Netzbetreibers, Landrechten und Umsetzungspflichten zu unterscheiden. Publizierte Transaktionsangaben belegen weder den Status noch die Eignung eines einzelnen Projekts.
Quellenkorrekturen und Auszüge geprüft am 7. Oktober 2026. Fragmente in der Originalsprache sind gekennzeichnet; Datum und Geltungsbereich der Quellen stehen unten.
63 MW / 252 MWh
DEV Cost < 10,000 EUR / MW
Übersetzung von CurvatureEnergy: “Entwicklungskosten unter EUR 10’000/MW”
EUR 40-60k
Titelbild: KI-generierte Illustration für diese Analyse, keine Aufnahme eines bestehenden Projekts und kein Nachweis eines bestimmten Standorts, Anschlusses oder einer Genehmigung.